5 Fitness Mythen aufgeklärt!

5 Fitness Mythen aufgeklärt!

Heute könnt ihr bei mir mal richtig was lernen! Also aufgepasst, hier erfahrt ihr die Wahrheit über 5 Fitness Mythen – falls euch mal der Gesprächsstoff mit eurem Trainings-Partner ausgeht, eine gute Möglichkeit ein bisschen Klugscheißer zu spielen 😉

Aber Spaß beiseite, ich persönlich finde es immer sehr spannend über etwas genauer Bescheid zu wissen, vor allem wenn es sich um ein Thema handelt das öfters präsent ist in meinem Leben ^^ – und damit kommen wir schon zum ersten Mythos:

Muskelkater entsteht durch Übersäuerung

Der Muskelkater ist ein Thema das oft auftaucht, vor allem wenn man Kraftsport betreibt. Doch woher kommt er eigentlich? Eine Erklärung die man immer wieder hört ist, dass ein Muskelkater durch Übersäuerung entsteht. Anders als früher angenommen, entsteht der Muskelkater aber nicht durch eine Ansammlung von Milchsäure, sondern durch winzige Risse und Verletzungen.

Im Grunde gibt es zwei Arten von Muskelkater- der eine ensteht wenn das Bindegewebe untrainiert ist oder zu hohen Belastungen ausgesetzt wird (dann reißt es) – der andere Typ von Muskelkater ist vor allem Marathonläufern bekannt: die Energiereserven der Muskeln erschöpfen sich und der Stoffwechsel kommt nicht mehr hinterher. Allerdings braucht ihr euch keine Sorgen machen, wenn ihr einmal zu hart trainiert habt, führt das nicht gleich zum Leistungsverlust (außer ihr zerrt euch was oder zieht euch einen Muskelfaserriss zu 🙁 ). Beim „normalen“ Muskelkater ist am Ende wieder alles wie neu – nur überstehen müsst ihr ihn mal…

Da hilft vor allem Geduld – die Behauptung, dass man Muskelkater einfach wegtrainieren muss, stimmt auch nicht. Am ersten Tag kann es helfen den Muskel zu kühlen um die Schwellung gering zu halten. Danach ist leichte(!) Bewegung am besten um den Muskel warm zu halten. Aber bitte nicht übertreiben – ich persönlich merke dass mir zum Beispiel ein Spaziergang mit den Hunden ganz gut tut nach einem Legday. Anfangs spürt man noch jeden Schritt aber dann wirds wirklich besser! 🙂

Sore Muscles Meme Pinterest

Übrigens stammt der Name Muskelkater vom Wort „Katarrh“ ab und bedeutet Schnupfen bzw. Erkältung – hat also nichts mit deinem Haustier zu tun 😉

Wer beim Sport viel schwitzt ist nicht fit

Tja, wer kennt sie nicht? Die Leute die beim Sport so viel schwitzen, dass sie ständig mit einem Handtuch bewaffnet sein müssen, um ungewollte Tropfspuren auf Geräten oder dem Boden zu vermeiden… ^^ Auch wenn es bei mir nicht ganz so extrem ist gehör ich auf jeden Fall zu denen die schon nach 10 Minuten Aufwärmen so schwitzen, dass man glaubt sie wären einen Halbmarathon gelaufen. Anfangs hab ich mich dafür geschämt weil ich geglaubt habt, es ist ein Zeichen dafür, nicht fit genug zu sein. Doch das stimmt nicht! Wie ich mittlerweile gelernt hab, schwitzen trainierte Sportler sogar stärker als wenig trainierte. Der Körper des Trainierten ist dadurch besser in der Lage sich zu kühlen und die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Ein guter Trainingszustand führt übrigens zu einem geringeren Mineralstoffverlust (ausgenommen davon sind Magnesium und Kalium). Also können wir „Viel-Schwitzer“ eigentlich stolz sein auf die Riesen-Schweißflecken…. doch so ganz leicht fällt das dann auch nicht oder? ^^

Da wir schon beim Thema Schweiß sind – wusstet ihr das wir im Durchschnitt pro 1 Stunde Sport 1,0-1,5 Liter Flüssigkeit verlieren? Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze sogar bis zu 3 Liter! Leider verlieren wir da nicht nur unnötige Sachen sondern auch wichtige Mineralstoffe.

Pro Liter Schweiß etwa –

Schwitzen und Sport Tabelle

Nur etwa die Hälfte dieses Flüssigkeitsverlust wird durch unseren natürlichen Durstmechanismus ausgeglichen. Zusätzlich zum vielen Trinken (immer wichtig!) von kohlensäurearmen, natriumreichen Mineralwasser kann man diesen Verlust von Spurenelementen auch mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen – dazu später mehr!

Sport stärkt das Immunsystem

Wer viel Sport macht wird weniger oft krank. Meine Laufpartnerin und ich hatten das Thema erst voriges Jahr – wir hatten beide festgestellt, dass wir ungewöhnlich lange (für unsere Verhältnisse^^) nicht mehr erkältet waren. Wir schrieben das unserem fleißigen Laufen zu und waren super stolz. In der Woche drauf lag ich krank im Bett, zwei Wochen danach sie. Jaja Übermut kommt vor dem Fall oder?

Laut einer Studie verhält es sich folgendermaßen: ein moderates Trainingsprogramm kann das Auftreten von Infekten verhindern. So weit so gut – doch aufpassen! Hochintensive und langanhaltende Belastungen konnte man dagegen mit einer erhöhten Infektneigung assoziieren.

Also bitte trainiert nicht zu viel, sonst werdet ihr krank 😉 Nein aber nachdem ich davon ausgehe, dass hier keine Leistungs-Sportler unter meinen Lesern sind, sind wir alle fein raus! Jetzt habt ihr noch einen Grund um trainieren zu gehen – die nächste Erkältungswelle kommt bestimmt und da wollt ihr doch gesund bleiben oder? ^^

Am meisten Fett wird bei geringer Intensität verbraucht & die Fettverbrennung startet erst ab 30 Minuten Trainingsdauer

Jeder der schon mal HIIT gemacht hat, weiß das diese Aussagen nicht zu 100% richtig sein können – aber was ist der Ursprung dieser Mythen? Beginnen wir beim Training im „Fettverbrennungsmodus“ (oft als Programm bei Cardio-Geräten wählbar). Am wahrscheinlichsten ist es, dass man den Rat mit geringer Intensität zu trainieren immer wieder bekommt, da man bei dieser Art von Training anteilsmäßig mehr Fett verbrennt. Doch aufpassen!

Tabelle Fettverbrennung

Wie ihr oben sehen könnt, ist der relative Anteil an Fettverbrennung bei geringer Trainings-Intensität höher ABER was zählt ist schließlich nicht dass ihr anteilsmäßig mehr Fett als KH verbrannt habt sondern der absolute Wert an Fett, der „geschmolzen“ ist oder? Dieser Wert ist bei einer Intensität von 65% am höchsten – das heißt, da wird im Endeffekt am allermeisten Fett verbrannt.

Und woher kommt die 30 Minuten Marke? Man glaubt, dass Untrainierte oder Übergewichtige erst nach 30 Minuten Fett verbrennen und deshalb mithilfe der geringen Intensität erstmal in die Lage gebracht werden müssen, sich so lange am Stück zu bewegen. Das stimmt allerdings nicht! Das Körnchen Wahrheit in der Aussage ist, dass die Menge an verbranntem Fett bei längerer Aktivität noch etwas zu nimmt. Das ist auch bei gut Trainierten so, allerdings verbrennen die schon von Anfang an mehr Fett als Untrainierte. Also natürlich ist es gut, länger als 30 Minuten zu trainieren – allerdings nur um mehr Fett zu verbrennen, nicht um überhaupt damit zu starten (das macht der Körper schon von Anfang an).

Sport macht durch Endorphine glücklich

Seit vielen Jahren werden Endorphine für das Hochgefühl beim Sport verantwortlich gemacht, doch ist das wahr? Sagen wir mal so – beweisen kann man die Behauptung bis heute nicht und es spricht auch einiges dagegen. Die Endorphine haben nämlich im Körper eigentlich eine ganz andere Aufgabe: sie sorgen dafür, dass wir bei Verletzungen weniger Schmerz verspüren. Sie sind also unsere körpereigenen kleinen Schmerztabletten, keine Happy-Pillen die für unser Wohlfühlen zuständig sind. Außerdem können Endorphine nur im Blut nachgewiesen werden, nicht im Gehirn – doch das Glücksgefühl entsteht im Gehirn, nicht im Körper. Also können wir die Endorphin-Theorie mal streichen oder?

Genau weiß man bis heute nicht was für unsere Glücksgefühle beim Sport sorgt, doch es gibt ein paar Theorien. Zum einen sind es Endocannabinoide (merkt euch das Wort für die nächste Hangman-Partie 😉 ) , das sind körpereigene Substanzen, die uns in einen Rauschzustand versetzen können – ähnlich wie Cannabis es kann. Aber das heißt jetzt nicht, dass ihr eure roten Augen dem Training zuschreiben könnt ;p Auf jeden Fall sorgen die Endocannabinoide für ein gesteigertes Wohlbefinden, lindern Schmerz und machen einen weniger ängstlich – hört sich doch gut an oder?

Eine weitere Möglichkeit – wer trainiert, erhöht die Menge an Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Die alle zusammen könnten auch für das „Sportler-Hoch“ verantwortlich sein. Schließlich wird Serotonin häufig als das Glückshormon betitelt, da es stimmungsaufhellend wirkt.

Zu guter letzt könnten auch wiederkehrende, rhythmische Bewegungen für den rauschähnlichen Zustand verantwortlich sein (in dem Fall bezieht es sich auf das Runner´s High beim Laufen). Viele Läufer berichten von einem „Flow-Moment“, in dem man quasi von alleine läuft. Ich kann da gar nicht mitreden, ich hab das so noch nie erlebt- für mich ist Laufen von Anfang bis Ende ein sehr anstrengendes Unterfangen ^^

Naja, im Grunde ist also nur eins klar – Sport macht glücklich! 🙂

Sport &
Magnesium Energy

Um nochmal zum Thema Mikronährstoffe zurückzukommen -nicht nur durchs Schwitzen kann der Bedarf an diesen bei sportlicher Aktivität erhöht sein. Um diesen optimal zu decken wurden mir von Pure Encapsulations tolle Produkte zur Verfügung gestellt.

„Sport von Pure Encapsulations® kombiniert Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente mit Coenzym Q10 und Taurin.“* Ein Rundum-Versorger also 🙂 Dann hab ich auch noch Magnesium Energy bekommen. „Die Sport-Formel enthält Magnesium in der super verträglichen Citrat- und Glycinatform, wodurch es bei sportlicher Aktivität besonders geeignet ist.“* Mehr Wissenswertes und weitere Infos zu den Produkten findet ihr HIER.

 

Pure Encapsulations lililovely

 

So, genug gelernt für heute – jetzt geht los und bindet euer neu erlangtes Wissen Leuten auf die Nase, die euch diese Mythen als wahr verkaufen wollen! 😉
 
Gibt es noch weitere Behauptungen, deren Wahrheitsgehalt ihr gerne auf den Grund gehen würdet? Erzählts mir in den Kommentaren 🙂

 

Alles Liebe

Eure LiLi

 

Quellen:

Schwitzen und Sport: Sawka, M.N., Montain, S.J. (2000). Fluid and electrolyte supplementation for exercise heat stress. American Journal of Clinical Nutrition 72:S564-72

Coyle, E. F. (2004). Fluid and fuel intake during exercise. Journal of Sports Sciences 22:39-55

Zahlen zu den Schweißverlusten aus Th. Riedl, Sportler in der Apotheke, 2. Auflage, 2006 und DAZ, Mikronährstoffe im Leistungssport, 152. Jahrgang, 2012, Autor: Gröber

http://docplayer.org/7561219-14-fluessigkeitshaushalt-im-sport.html

Sport und Muskelkater: Moebus T.; Was ist Muskelkater?; Spektrum der Wissenschaft 2015

Sport und Immunsystem: Berg A. et al.; Sport und Infekte der oberen Atemwege – Epidemiologie, Immunologie und Einflussfaktoren; Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 2000

Sport und Fettverbrennung: Boutellier Urs, Zehnder Monica; Fatbruner oder Fettverbrennung durch Sport – Mythos und Wahrheit;

Sport und Endorphine: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/endorphine-serotonin-flow-warum-sport-gluecklich-macht-a-959763.html

 

*Originaltext von purecaps.net

In Kooperation mit Pure Encapsulations.

7 Kommentare

  1. Feb 22 / 14:49

    Das Magnesium habe ich auch 🙂 !
    Das Sport nicht zwingend gut für Immunsystem ist war mir noch gar nicht wirklich klar – Mythos aufgeklärt.
    Toller Beitrag

    • lililovely
      Feb 23 / 11:37

      Das Magnesium ist toll oder? Ich hatte früher immer die Magnesium-Brausetabletten vom Diskonter weil ich´s nicht besser gewusst hab ^^ Aber dieses hier ist eindeutig besser 🙂

      Ja, ich dachte auch immmer je mehr Sport desto besser fürs Immunsystem aber jetzt wissen wir´s ja – regelmäßig Sport in Maßen ist das beste für den Körper.

      Danke 🙂

      Alles Liebe
      Lisa

  2. Feb 22 / 20:31

    Das ist doch mal ein toller Post – voll mein Lieblingsthema!

    Was Muskelkater ist, wusste ich sogar. Also zumindest das mit den Rissen – von dem Muskelkater der Langstreckenläufer habe ich noch nie gehört. Aber ich laufe ja auch nie so viel.

    Spaziergänge helfen mir aber auch immer gut – oder auch langsames Rad fahren 🙂

    Auch dass Schweiß eher bei trainierten Menschen auftritt, weiß ich schon 🙂 Schande über mich, dass ich selbst kaum schwitze… aber vielleicht liegt das auch am geringen Körpergewicht bei mir?
    Aber der Flüssigkeitsverlust ist ja bei Hitze echt gruslig…

    Seit ich mich regelmäßig bewege, bin ich auch kaum noch krank – und wenn, dann ist es eine leichte Erkältung von 5 Tagen ca. 1-2 Mal pro Jahr. Damit kann ich gut leben 🙂

    Dass man nach 30 Minuten mehr Fett verbrennt, wusste ich noch nicht. Danke!!!

    Glaubst du, die Supplemente braucht man wirklich? Oder gibt es da Nahrungsmittel, die ähnlich effektiv sind?

    Liebe Grüße

    • lililovely
      Feb 23 / 11:51

      Danke Tabea, freut mich, dass dir das Thema gefällt! 🙂

      Ja, ich lauf selbst auch nicht so viel bzw. so weit – mehr als 8km sinds bei mir noch nie geworden ^^ Aber wer weiß, vielleicht läufst du irgenwann ja mal einen Marathon – dann weißt du Bescheid woher der Muskelkater kommt 😉

      Ach, ich glaube das mit dem wenig Schwitzen würd ich mir nicht so zu Herzen nehmen – ob es am Körpergewicht liegen kann weiß ich jetzt aber auch nicht…

      Also beim Thema Supplemente scheiden sich ja die Geister. Meine persönliche Meinung ist, dass man durch die Supplemente gezielter und schneller dem Körper das gibt was er braucht. Einiges findet sich natürlich auch in Nahrungsmitteln aber meistens in geringen Mengen – so dass man bei normalem Essverhalten nie die Mengen zu sich nehmen kann die nötig sind. Deshalb bin ich ein Fan von Supplementen weil ich gezielt den Bedarf decken kann und immer auf der sicheren Seite bin 🙂

      Liebe Grüße

      • Feb 28 / 10:05

        Grundsätzlich spielen beim Thema Schwitzen sicherlich auch die Gene mit rein. Ich hab‘ beispielsweise in der Hinsicht die Gene meines Vaters geerbt (Danke dafür, Papa!) und schwitze selbst bei geringer Anstrengung (auch subjektiv gefühlt) schon relativ stark. Ähnlich geht’s dabei meinen Geschwistern und auch den Cousinen und Cousins auf der väterlichen Seite.

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